Att vara värdfamilj

Varje år ordnar svenska IFYE-klubben i samarbete med Sveriges 4H och motsvarande organisationer i alla delar av världen, så att ungdomar får komma till Sverige från 6 veckor och upp till 6 månader, för att lära sig allt om Sverige och svensk kultur. En IFYE bor under större delen av sin vistelse i olika värdfamiljer.  En värdfamilj är volontärer från alla delar av Sverige som väljer att öppna sina hem för en utländsk ungdom under en kortare period på cirka två veckor. Det är en rolig och berikande erfarenhet att vara värdfamilj till en utländsk IFYE, inte minst då värdfamiljerna själva ofta får uppleva en liten del av en ny kultur. Som värdfamilj får man ytterligare en person i familjen och man bjuder på husrum, mat och utflykter, under vistelsen i familjen.

I mitten av juni kommer de utländska IFYE:erna till Sverige. De är här emellan 6 veckor och 6 månader. Hur länge IFYE:n bor hos dig kommer du överens om med IFYE-samordnaren, men idealiskt är cirka två veckor.

Vad gör IFYE:n på dagarna?

Tanken är att IFYE:n ska delta i familjens vardagsliv. Traditionellt bodde många av 4H:arna på en gård på landsbygden, men i dag finns värdfamiljerna överallt. Kanske kan hen följa med dig till jobbet eller skolan. Finns det en 4H-gård eller andra 4H-aktiviteter i närheten så är det ju fin om de kan få se och delta där. Det går också bra att ordna studiebesök på andra arbetsplatser, eller kanske kan de hänga med en mormor eller farfar som är pensionär. Vissa dagar kan det vara skönt för IFYE:n att bara vara hemma och jobba med dokumentationen av sin vistelse.

Det är också roligt att tillsammans med IFYE:n utforska sin orts speciella sevärdheter eller natur. Du behöver inte känna det som att du ska underhålla IFYE:n med upplevelser. Låt dem vara en del av din vardag!

Måste jag vara 4H:are?

Det är inget krav att du måste vara aktiv 4H:are för att ta emot en IFYE. Hur mycket 4H:are IFYE:n är varierar också lite från land till land. I de flesta fall har de gedigen 4H-bakgrund och då är det förstås lite roligt om du har en koppling till 4H, men det allra viktigaste är att du är nyfiken på att lära dig mer och även att lära ut saker om Sverige till din gäst.

IFYE:n deltar i Sveriges 4H:s Rixläger som hålls i juli varje sommar.

 

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Familj med IFYE från Taiwan utanför Drottningholms slott.

2019 års IFYEs till Taiwan på 4H-läger // Inresande IFYE från Taiwan med sin värdfamilj

Sommaren 2025 var Simon från Schweiz IFYE Sverige
Här är hans berättelse

Drei Monate in Schweden.

Ich startete bei meiner ersten Familie ganz im Norden in Svartbyn.
Dort arbeitete ich zwei Wochen auf dem Bauernhof Stora_Mu (grosse Kuh).
Dort leben Hulda und Johan mit Ebba und Alma und die Eltern von Johan, Bernt und Kårin.
Sie sorgen für rund 150 Milchkühe, Kälber und Rinder. Sie haben ausschliesslich die schwedische rot-weisse Kuhrasse auf ihrem Betrieb. Diese Tiere sind eine Milch/Fleisch Rasse und wiegen ausgewachsen rund 600-700kg.
Mein Tag begann jeweils morgens um 6 Uhr im Stall. Meine Aufgabe war es, die Kälber zu versorgen. Das hiess, reinigen der 3er Boxen und der Gruppengehege, Füttern mit spezieller Trockenfuttermischung dem jeweiligen alter angepasst. Zudem haben wir mit einem automatisches Monorail die Silage passend platziert. Für die jüngsten Kälber gab es einen Milchpulverschoppen im Saugeimer der Mithilfe des «Milch Express» exakt portioniert befüllt wurde. Zum Schluss habe ich die Ställe mit Holzspänen neu eingestreut.
Dieselbe Prozedur haben wir immer abends um 16 Uhr wiederholt.

In der ersten Woche habe ich nach der Morgenrutine mit Johan Drainagen auf dem neuen rekultivierten Feld verlegt.
Von Johan habe ich viel lernen dürfen. Er hat mir viel von der schwedischen Forstwirtschaft erklärt.
Da es abends kaum dunkel wurde, musste ich die Fenster abdunkeln, um schlafen zu können.
Die Gastfamilie hat mir die Umgebung von der Gemeinde Överkalix mit ihren Sehenswürdigkeiten (Skipiste, Tanzlokal, Badi, Fluss…)  bei kleinen Ausflügen näher gebracht.

Mit dem Zug von Luleå über Stockholm nach Göteborg in 17,5 Stunden. Dort wurde ich von Kristina Karlsson (meine Austausch Planerin) am Bahnhof abgeholt. Wir gingen zu meiner nächsten Gastfamilie nach Älekulla. Wir wurden herzlich zu einer Fika eingeladen. Mit dieser Familie war ich eine Woche zusammen. Bei einem zweitägigen Geburtstagsausflug mit meinen Gasteltern lernte ich die Insel Öland kennen. Dort trinken die Kühe direkt aus der Ostsee. Die Fauna auf dieser Insel ist sehr unterschiedlich. Von wüstenartig im Norden zu schönem Ackerland im Süden. Diese Familie bewirtschaftet einen kleinen Hof mit ca. 20 Kühen und Schafen. Mein Gastvater arbeitet auch noch als Sakristan und seine Frau ist Lehrerin für Pflegefachleute. Gleichzeitig pflegen sie gemeinsam einen grossen Blumengarten. Die Blumen verkaufen sie an Fachgeschäfte und sie bieten auch zum selber pflücken an.
Mit ihrem Sohn (David) habe ich angefangen einen typisch schwedischen Zaun zu bauen, welcher in Schweden immer noch sehr beliebt ist.

Jetzt ging es für eine Woche ins Nordic-Camp nach Strömma. Mit ca. 300 Jugendlichen aus Schweden, Norwegen und Finnland erlebte ich eine sehr abwechslungsreiche, heisse und lehrreiche Woche. Am Aktivitätstag fuhr ich zusammen mit einem Lagerfreund mit dem Kanu auf einem See, was mir sehr viel Spass machte.
An einem Abend «durfte» man den legendären Surströmming (durch Buttersäuregärung konservierter Fisch) degustieren. Liess ich mir natürlich nicht entgehen.
Nach dem Lager wechselte ich von der Westküste Richtung Ostküste. Mit der Fähre übers Meer erreichte ich nach ca. 3h die Insel Gotland.
Mit meiner Inselgastfamilie erkundete ich die sehr schöne und beliebte Stadt Visby (bekannt als Kulisse von Astrid Lindgren’s Pippi Langstrupf Verfilmung)
Bei zwei grösseren Velotouren erkundete ich alleine diese sehr schöne Insel.

Zusammen mit meiner Gastfamilie und ihren Freunden haben wir am 1. August standesgemäss ein Fertig Fondue aus der Schweiz verzehrt. Es war eine Premiere für alle, ausser mir natürlich. Meine Gastmutter hat extra für mich eine Führung bei der lokalen Feuerwehrstation organisiert.
An manchen Abenden haben wir zusammen auf Wiesen zwischen Bäumen Disc Golf (Frisby Golf) gespielt. Sehr nice war die Mittelalterwoche rund um die Stadtmauern von Visby

Nun ging es weiter für mich nach Vetra Kloster (Nördlich von Linköping) auf einen Hof.
Dort waren sie voll in der Erntesaison. Ulf (Gastvater) sass von früh bis spät auf dem Mähdrescher und vergass dabei ab und zu sogar das Mittagessen.
Ich habe nebenbei die Fenster von einem alten Arbeiterhaus restauriert. Das Haus wird heute als Lagerraum benutzt. Doch der Plan der Grosskinder ist es, in Zukunft Pferde darin zu halten.
Ich half dem Sohn (Agne) den Muni Valter zu zügeln. Nach etlichen Versuchen von meheren Stunden, ihn in den Hänger zu lotsen, gaben wir auf. (1 zu 0 für Valter)
Zwischendurch haben wir auch Trauben im Gewächshaus abgelesen. Ein Palett voll, welches nach Stockholm oder Göteborg geliefert wurde.
Mit dem Grubber am Traktor fuhr ich auch etliche Stunden übers Feld
Zusammen haben wir auch Cloetta (schwedischer Schokoladen Hersteller) besucht. In Järna haben wir eine Molkerei und die Ecologic Mühle besichtigt. Auf dem Heimweg besuchten wir einem sehr innovativen Demeter Bauern. Er betreibt sogar selber eine kleine Käserei auf seinem Hof.
Ich durfte sogar ein Praktikum bei Löt Gårdsmejeri (einer kleinen Käserei) machen. Der Käser Erik erklärte mir sehr ausführlich von seiner Produktion. Er hat zusammen mit Björn & Karin, die gleich nebenan einen kleinen Bauernhof bewirtschaften, die auf Ziegenmilch spezialisierte Käserei aufgebaut.

Einen Eindruck vom Stadtleben bekam ich bei der Familie Erdal.
Sie wohnen in einem typischen Vorstadtquartier ausserhalb vom Zentrum von Stockholm.
Mit meiner Gastmutter Eila besuchte ich verschiedene Museen.
Um etwas Werbung für 4H zu machen finden jeweils 3-4 öffentliche Treffen für die Bevölkerung statt. Ich durfte mithelfen an einem dieser Tage. Beim Waffeln backen & verkaufen haben sich interessante Gespräche ergeben.
Obwohl die Gastmutter sehr viel mit mir unternommen hat, schien die Zeit nicht so zu vergehen.

Die nächste Gastfamilie lebt auf einen grösseren Bauernhof in der Nähe von Frillesås.
Zusätzlich führen sie auch ein Lohnunternehmen. Sogar Sprengungen von grossen Felsbrocken
führen sie durch. Insgesamt arbeiten bis zu 8 Personen auf dem Hof.
Jedes Jahr findet auf ihrem Hof ein Erntedankfest statt.
Für diesen Grossanlass, ca. 1’000 Gäste, habe ich viel mithelfen können.
An diesem Fest, haben Kleinproduzenten aus der Umgebung (z.B. die Bäckerei von Idala), ihre Produkte präsentiert und verkauft. Die Stimmung war sehr ausgelassen und fröhlich.

In Möklinta lebt meine letzte Gastmutter. Sie bewirtschaftet den Hof mit Mutterkuhhaltung und Gotlandschafen ganz alleine. Sie war sehr dankbar für meine Mithilfe u.a. beim Ziegen umzäunen, Gewächshaus demontieren und ca. 80 Siloballen vom Feld auf den Hof zu holen… Nebst der Arbeit auf dem Hof haben wir auch die Silbermine in Sala besucht. Am letzten Samstag vor der Abreise haben wir uns mit den Freunden vom gammla Möklinta-Klubb (Freunde der alten Häuser) getroffen und zusammen Abendbrot gegessen.
Per-Arne Lindberg hat mir dabei von seinem Privatmuseum erzählt und mich spontan eingeladen. Ich war total begeistert wie liebevoll und gepflegt er seine Raritäten präsentiert.

Doch nun hiess es Abschied nehmen von einem wunderschönen Land, herzlichen offenen Menschen. Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Abenteuer erleben durfte.
(27.6 -29.9.2025)